Christus König

In den Augen der alten Kirche war die französische Revolution die Ursünde der neuen Zeit. An die Stelle der göttlichen Ordnung trat der Gesellschaftsvertrag des Jean Jacques Rousseau. Verwirklicht wurde er erstmal in der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, so wie es die Aufklärer des 18. Jahrhunderts mit Winkel und Zirkel gewünscht haben.


Das göttliche Recht – sei es geoffenbart oder als Naturrecht erschlossen – wurde schließlich durch das positive Recht ersetzt. Das positive Recht der Herrschenden – seien es Parlamente oder Diktatoren – ist grundsätzlich frei zu allen denkbaren Satzungen, wie etwa den Nürnberger Rassengesetzen oder der Euthanasie.


Das Fest „Christus König“, eingesetzt 1925 durch Papst Pius XI, erinnert daran, dass Gott allein der Herrscher der Welt ist und alles Recht von ihm kommt.