Was es in der Thora nicht gibt

Es ist wenigen Christen klar, dass in den fünf Büchern Mosis von wesentlichen Aussagen des Christentums über die letzten Dinge keine Spur zu finden ist.

Wer stirbt, hat nach der Thora kein Gericht zu erwarten, er kommt weder in den Himmel, noch in die Hölle. Es gibt lediglich einen Ort der Toten (שְׁאֹ֑לָ) in der Tiefe (Num 16,33).

Sehr erstaunlich auch: Im Text kommt kein Teufel vor! Mit Satan (שָׂטָ֣ן) wird lediglich die Funktion jenes Engels bezeichnet, der Bileam aufhält (Num 22,22).

Wer die Thora (als Christ) liest, muss sich also von Erwartungen trennen und den Text so lesen, wie er da steht! Er darf nichts hineinlesen, was er als selbstverständlich erwartet. Das ist nicht so leicht, wie es sich anhört!