Hiobs Leiden und Gottes Antwort

Nach Christine Hayes kann man dem Buch Hiob einige erstaunliche Aussagen entnehmen.

Der Herr verwirft sowohl die Behauptungen seiner Freunde, dass es Hiob schlecht gehe, weil er gesündigt habe, als auch Hiobs Forderung nach Gerechtigkeit. Die Freunde haben doppelt unrecht, denn Hiob hat nicht gesündigt und wenn, selbst aus Sünden folgen keine Strafen im Leben. Hiob hat unrecht, weil er haben will, dass das Prinzip der Konsequenz gelten möge, was wegen seiner Gerechtigkeit zur Belohnung im Leben führen sollte.

Der Herr verneint die Regel, dass Gute im Leben belohnt und Böse im Leben bestraft werden. Er verweist auf die Erhabenheit der Schöpfung, die dem Menschen unverständlich bleibt.

Hiob hingegen gewinnt die Einsicht, dass die Gerechtigkeit des Menschen ihre Würde in sich selbst trägt. Er will gerecht um der Gerechtigkeit willen sein,