Theologie im selbst gelegten Feuer

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Ausgehend von der deutschen protestantischen Theologie begann sich im 19. Jahrhundert zersetzender Zweifel auszubreiten. Durchaus sehr gebildete und intelligente Professoren der Theologie, die sich jetzt der Freiheit der Wissenschaft erfreuen konnten, arbeiteten mit dem Furor zünftiger Philosophen an originellen Konzepten. Übertroffen wurden sie allerdings von einem Professor der Altphilologie, dem Philosophen und Dichter Friedrich Nietzsche. Sein Aufschrei vom Tod Gottes wirkt nachhaltig bis heute.

Ein anderer deutscher Philosoph, Karl Marx, bereitete mit seiner materialistischen Philosophie vom Kapital nicht nur sozialem Umsturz den Boden, sondern spukt noch immer in den Köpfen mancher Theologen. Dagegen ist die massive Christenverfolgung der Gegenwart in vielen Ländern kaum ein Randthema in der theologischen Diskussion der westlichen Welt.

Die wissenschaftliche Theologie hat sich den sozialrevolutionären Ideen geöffnet, aber leider die grundlegend neuen Erkenntnisse der Naturwissenschaft aus dem zwanzigsten Jahrhundert (Quantentheorie) zur Gänze verschlafen.