Eine Reise von Magiern aus dem Morgenland nach Rom

Statue équestre de Bahram Gur
Statue équestre de Bahram Gur, Rocher de Taq-e Bostan, Kermanshah, Iran

In langen Verhandlungen hatte man geklärt, dass der parthische Großkönig den armenischen König ernennen konnte, dieser aber dann der römischen Bestätigung bedurfte. Im Jahre 66 reiste also König Tiridates I auf dem Landweg über den Balkan nach Rom, um dort von Kaiser Nero das Diadem zu erhalten. Auf seiner neun Monate dauernden Reise begleitete ihn ein prächtiges Gefolge, darunter 3000 parthische Reiter (wohl auch Panzerreiter – Kataphrakte, die Urbilder unserer Ritter). Tiridates und Verwandte waren auch Magi – zoroastrische Priester. Nach der glanzvollen Huldigungszeremonie kehrte der König auf einem anderen Weg in seine Heimat zurück. Diese Reise beeindruckte die Öffentlichkeit so sehr, dass sie noch heute aus den erhaltenen Texten (darunter auch Cassius Dio) gut rekonstruierbar ist.

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