Lernen und Herrschen

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Menschen werden etwa durch Liebe oder Hass, Lust oder Angst, Gewinnsucht und Neid zu ihren Taten gedrängt. Das ist sattsam bekannt. Aber es gibt noch eine unheimlich mächtige Triebkraft, allgegenwärtig, doch wenig diskutiert. Es ist der Wunsch, von den Menschen der sozialen Umgebung geachtet, geliebt oder zumindest akzeptiert zu werden. Man darf das nicht mit dem sogenannten Gruppendruck verwechseln, der durchaus als extern empfunden wird. Hier aber geht es um Ziele, die als eigenste Wünsche erlebt werden.

Die sozialen Kleinstrukturen („gute oder schlechte Gesellschaft“) sind mächtige Instrumente, sie können Menschen zu ausserordentlichen Taten befähigen. In der Kleingruppe wird soziales Verhalten auf eigenen Wunsch des Individuums (informell) erlernt; extern moralisch bewertet, können das dann Tugenden oder Laster sein.

Damit wird eine evolutionär verständliche Dimension der conditio humana, nämlich der Wunsch nach der Akzeptanz der Bezugsgruppe, zum Schlüssel zur Herrschaft über Menschen.

Daher haben Staaten und Kirchen aller Zeiten und Kulturen immer wieder versucht, die Kontrolle über das soziale Umfeld der Individuen zu gewinnen und zu behalten, sei es zum Guten oder zum Bösen.

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