Die schwarze Legende

Seit Voltaire mit seinem Aufruf „Écrasez l’infâme!“(wörtlich: „Zermalmt die Niederträchtige!“) zur Hatz auf die katholische Kirche aufgerufen hatte, bemühen sich die sogenannten aufgeklärten Intellektuellen, der Kirche ihre verbrecherische Natur nachzuweisen. Dazu gab und gibt es einige „Killerschlagworte“, wie etwa „Hexenverfolgung“ oder „Kreuzzüge“. Diese Kampagne war und ist so erfolgreich, dass bis tief in die Kirche hinein diese Vorwürfe ungeprüft für wahr gehalten werden. Diese „schwarze Legende“ ist inzwischen irreversibel in die Geschichtsdarstellung eingedrungen, sie ist inzwischen ebenso wenig korrigierbar, wie die (ebenso unwahre) traurige Geschichte vom armen Mozart. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Geschichtsfälschung ist die Historie der (erst im 19. Jahrhundert so genannten!) Kreuzzüge. Vielleicht öffnet der „Islamische Staat“ im Irak und in Syrien durch seine aktive Verbreitung seiner Untaten auf Facebook einigen Christen die Augen dafür, was eigentlich die Motive ihrer geschmähten Vorfahren gewesen waren. Ich möchte hier auch ein Buch empfehlen, das eine andere Sichtweise ermöglicht: Bat Ye’or, „Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam“, Resch Verlag.

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