Kirche und Adel

Der päpstliche Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem gewährt adeligen Wappenträgern Privilegien für das persönliche Wappen. Bürgerliche Wappenträger gestalten daher ihr persönliches Wappen ohne Privileg des Ritterordens, aber hoffentlich auch ohne Furcht und mit republikanischem Bürgermut.
Anbei drei Vorschläge für den bürgerlichen Ehrenstatthalter Edwin Gräupl.

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Freiheit in der Heraldik

 

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Jede dieser Darstellungen ist heraldisch jeder anderen gleichwertig!

Theologie im selbst gelegten Feuer

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Ausgehend von der deutschen protestantischen Theologie begann sich im 19. Jahrhundert zersetzender Zweifel auszubreiten. Durchaus sehr gebildete und intelligente Professoren der Theologie, die sich jetzt der Freiheit der Wissenschaft erfreuen konnten, arbeiteten mit dem Furor zünftiger Philosophen an originellen Konzepten. Übertroffen wurden sie allerdings von einem Professor der Altphilologie, dem Philosophen und Dichter Friedrich Nietzsche. Sein Aufschrei vom Tod Gottes wirkt nachhaltig bis heute.

Ein anderer deutscher Philosoph, Karl Marx, bereitete mit seiner materialistischen Philosophie vom Kapital nicht nur sozialem Umsturz den Boden, sondern spukt noch immer in den Köpfen mancher Theologen. Dagegen ist die massive Christenverfolgung der Gegenwart in vielen Ländern kaum ein Randthema in der theologischen Diskussion der westlichen Welt.

Die wissenschaftliche Theologie hat sich den sozialrevolutionären Ideen geöffnet, aber leider die grundlegend neuen Erkenntnisse der Naturwissenschaft aus dem zwanzigsten Jahrhundert (Quantentheorie) zur Gänze verschlafen.

Der gute Hirte

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In den römischen Katakomben der ersten Jahrhunderte ist die Darstellung  Jesu Christi als guter Hirte weit verbreitet. Diese tröstende Botschaft von der göttlichen Zuwendung und Obsorge auch für den unbedeutendsten Mitmenschen hat viele erreicht. Augenscheinlich wurde das als Kern der Lehre verstanden und aufgenommen.

Nach dem mehrtausendjährigen Auf- und Ausbau der Reichskirche in theologischer und struktureller Hinsicht ist diese schlichte Botschaft für viele Menschen heute wieder von großer Bedeutung. Vergessen sind die gewaltigen Gedankengebäude der grossen Theologen und auch die Macht und Pracht der römischen Kirche, gefragt ist ein einfacher Trost.

 

 

 

Der heilige Nikolaus

Während in Österreich der heilige Nikolaus kaum mehr ist als eine Figur der Folklore im Advent, so ist das in Russland ganz anders.

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Im Mai 2017 wurde die Reliquie des heiligen Nikolaus von Myra aus der italienischen Stadt Bari für ungefähr 3 Wochen nach Moskau eingeflogen. Dieses große historische Ereignis für die Russisch Orthodoxe Kirche wurde mit einer großen heiligen Messe in der Christus-Erlöser Kathedrale begangen. Zahlreiche Bürger Russlands aus verschiedenen Teilen des Landes standen in kilometerlangen Schlangen an, um einen Moment mit dem heiligen Nikolaus verbringen zu können, am Mittwochabend besuchte auch Präsident Putin die Christus-Erlöser-Kathedrale, der die Reliquie des Heiligen berührte.

Wurzeln christlicher Gebete in den Sefirot

Im Buch Chronik der Bibel sagt König David (1 Chr 29,11-12):

Dein, Herr, sind Größe und Kraft, Ruhm und Glanz und Hoheit; dein ist alles im Himmel und auf Erden. Herr, dein ist das Königtum. Du erhebst dich als Haupt über alles. 

Reichtum und Ehre kommen von dir; du bist der Herrscher über das All. In deiner Hand liegen Kraft und Stärke; von deiner Hand kommt alle Größe und Macht.

Ausgehend davon entwickelten jüdische Gelehrte des Mittelalters das Konzept des sefirotischen Baumes, in dem die Eigenschaften Gottes als Basis weitgehender Spekulationen  dargestellt werden. Diese Lehre wurde Kabbalah genannt und ist geistesgeschichtlich von grosser Bedeutung.

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Erläuterung (Wikipedia):

  •     Kether  (Krone, erster aufleuchtender Punkt im En Sof)
  •     Chochmah (göttliche Weisheit, Klugheit, Geschicklichkeit, Schöpfungsplan)
  •     Binah (Wille, Einsicht, Verstand; Intelligenz)
  •     Chesed (Liebe, Barmherzigkeit, Gnade, Gunst, Treue)
  •     Din, Gevurah oder Gebura (Gesetz, Stärke, Macht, Sieg, Gerechtigkeit)
  •     Tiferet (Aufrechterhaltung des Daseins, Pracht, Verherrlichung, Schönheit),
  •     Netzach (Ewigkeit, Beständigkeit, Sieg; Ruhm, Blut, Saft)
  •     Hod (Glanz, Majestät, Donner)
  •     Jesod (Fundament, Gründung, Grund, Grundstein, Grundlage), Josef
  •     Malchuth oder Schechina (Königreich, Herrschaft, königliche Würde, Regierung)       

Interessant ist, dass sich davon mehrere Begriffe in den christlichen Grundgebeten  finden. In der Schlusszeile der aktuellen Fassung des  Vaterunsers steht: Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen.

כִּי לְךָ הַמַּמְלָכָה וְהַגְּבוּרָה וְהַתִפְאֶרֶת לְעוֹלְמֵי עוֹלָמִים אָמֵן

 Transkribiert: Ke lakha, hamamlakha, vehagevurah, veha tiferet l’olemei ‘olamim.

Also mamlakha für Reich, gevurah für Kraft und tiferet für Herrlichkeit. Mamlakha bedeutet Königreich, entspricht also malchut.

In der zweiten Zeile des Ave Maria: Voll der Gnade..

מלאת  החסד

Wieder transkribiert aus dem Hebräischen: meleat hachesed. Also chesed für Gnade.

Die Wurzeln der christlichen Gebete liegen selbstverständlich in jüdischen Traditionen!